Mit etwas Verspätung folgt hier noch meine persönliche Berichterstattung der Infernorennen, Ausgabe 2012.
Traditionsgemäss war ich wieder als Mitglied des Blüemeler Teams am Start. Aufgrund des sommerlichen Übermuts, der zur Anmeldung zur Kombination führte, musste ich in den sauren Apfel beissen und mit “Jufli-Spriisse” bewaffnet auch die Langlaufkurs-Tortur über mich ergehen lassen.
Auch wenn ich von meiner Eislauf-Skating-Technik sicher etwas profitieren konnte, musste ich einmal mehr feststellen, dass dies sicher nicht mein Sport ist! Das Schönste war dann noch, dass die Herren von Datasport so grosszügig waren, mir 10 Minuten zusätzlich zu meiner ohnehin unendlich gefühlten Laufzeit dazu zu schenkten. Die Herren waren dann aber so freundlich und haben den Fehler erkannt und mit etwas Kopfrechen (…!) korrigiert
Sollte ich mir diese Qual im nächsten Jahr wieder antun, so werde ich mindestens eine etwas bessere Startnummer haben, wodurch die lebenden Hindernisse und damit die Anzahl Stürze etwas geringer ausfallen dürften.
Der Riesenslalom am Dienstag kam dann fast auf’s Selbe hinaus. Mit Startnummer 332 überragte meine Körpergrösse die Höhe der Spurgräben, welche die Vorfahrer hinterlassen hatten nur noch knapp. Ich glaube nicht, dass ich auf einer Achterbahn je so durchgeschüttelt wurde, wie auf diesem RS-Kurs. Trotzdem war es lustig, nach so vielen Jahren wieder einmal RS zu fahren. Wer weiss, vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine etwas bessere Startnummer.
Diese gute Startnummer hätte ich eigentlich mit #84 in der abschliessenden Abfahrt gehabt. Leider war dies aber in diesem Jahr ganz und gar kein Vorteil. Die Skis wollten und wollten auf der weichen und nassen Piste auf kein Tempo kommen. Da half auch mein taktischer Schachzug nicht, aufgrund des tiefergelegten Starts (Almihubel) und der dadurch stärker ins Gewicht fallenden Laufstrecken, mit RS Skis anstelle des 2.16 langen DH Latten an den Start zu gehen.
Viel besser lief es da den (normalerweise bemitleidenswerten) Teilnehmern mit Startnummern > #1600. Neben dem Sieger aus Basel (…!!!) schafften es auch Vivian und Zanni aus der Blüemeler Equipe “in die Kränze” und werden dadurch im kommenden Jahr sicher eine gute Startnummer erhalten.
Die Kombinationsrangliste findest du hier.
Bildmaterial gab’s leider kein atemberaubendes in diesem Jahr. Deshalb poste ich hier noch einmal meine Videofahrt aus dem Jahr 2010, als es bei schönstem Wetter vom Schilthorn aus los ging…
Man beachte den leichten Unterbiss
P.S. Ein grossen Dankeschön an Luki Karlen, der mir liebenswürdigerweise seinen Hammer RS Ski zur Verfügung gestellt hat. Diese 193cm lange Waffe ist genial und ist für meine Körpergrösse eigentlich schon fast ein Super-G!