Speedfly SM, Meiringen-Hasliberg

Am Wochenende haben wir zum 2. Mal nach 2009 die Speedfly Schweizermeisterschaften im Gebiet Meinigen-Hasliberg organisiert.

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Alle Bilder von Mike Kaufmann.

weitere (Action-)Bilder und ein Video folgen…!

Wegen der Lawinengefahr “mussten” wir vom Glogghüüs auf die Strecke Planplatten-Gummen ausweichen. Der eigentliche “Ersatzhang” entpuppte sich aber als mindestens ebenbürtige Lösung – auf dem abwechslungsreichen, coupierten Gelände haben wir einen sehr anspruchsvollen Parcours gesteckt.

Aufgrund des neuen Reglements gab es keine Zeitmali mehr. Das heisst nur mit 5 fehlerfreien Runs hatten die Teilnehmer die Möglichkeit ganz an der Tabellenspitze mitzumischen. Dadurch trennte sich schnell die Spreu vom Weizen und nur gerade die Top-5 schafften es ohne Fehlerpunkt zu bleiben. Die Rangliste könnt ihr hier einsehen.

Nicht ganz unerwartet gehörten die Wicki-Brothers dazu – Domi setzte sich als neuer Schweizermeister vor Flöru, dahinter folgte unser Walliser-Import Martin “Affen” Pfaffen. Zwei Favoriten (Tim Bollinger und Gäel Sahli) vielen wegen Fehlern dem neuen System zum Opfer und klassierten sich in den hinteren Plätzen.

Genial war erneut der Support der Bergbahnen Meinigen-Hasliberg und dessen SOS-Team, welches uns fast jeden Wunsch erfüllte. In der momentan wirtschaftliche kritischen Situation ist diese Art von Unterstützung keineswegs selbstverständlich und wurde vom gesamten OK sehr geschätzt! Ich hoffe Natürlich, dass die Gelma-Wenger-Fraktion dar Ruder rumreissen kann und die Bahnen nicht nur weiterleben können, sondern es auch bald wieder zu einem Speedfly-Event kommt.

Als Sponsor traten neben Swing die Brillenmarke XRay und die Skimarke Core auf, deren Freerideski mich beim testen sehr positiv beeindruckte!

Buchtip: Religion for Atheists

20120220-231449.jpgEs ist kein grosses Geheimnis, dass ich religiösen Schriften keinen höheren Stellenwert zuordnen kann als Märchen. Mein rationales Denken verunmöglicht es mir schlicht, wissenschaftlich widerlegte Tatsachen als unbestreitbar (oder eben gottgegeben) zu akzeptieren. Deshalb gefiel mir Marx’ Definition: “Religion ist Opium für das Volk” immer recht gut, da sie auf den Punkt bringt, dass die Religion die einfachste und verständlichste Welterklärung darstellt.

Nun stammt diese Definition aber aus dem 19. Jahrhundert, einer Zeit in der das allgemeine Bildungsniveau sicher deutlich tiefer lag als heute. Seit vielen Jahren suche ich deshalb nach einer Erklärung, wieso sich in der heutigen Zeit so viele, auch bestgebildete Menschen als Religiös bezeichnen, obwohl ihr rationales Wissen einen Grossteil des Inhalts der heiligen Schriften widerlegt.

Ein solches Beispiel ist mein Vater, ein Akademiker mit grossem Allgemeinwissen, der in einer religiösen Familie aufgewachsen ist und sich heute noch als bekennenden Christ bezeichnet. Auch nach unendlichen Diskussionen konnte er mir nie erklären, wie er diesen Spagat zwischen Wissenschaft und Religion bewerkstelligt – ich hatte immer das Gefühl, es müsse wohl ein Gen sein, welches dieses Gottesverständnis enthält, jedoch nicht an mich weitervererbt wurde.

Aufgrund eines Artikels in der Weltwoche, habe ich mir das Buch “religions for atheists” von Alain de Botten geladen und in den letzten drei Tagen während dem Skischulunterricht auf dem Lift und in den Pausen verschlungen.

Der brittische Autor (übrigens mit Schweizer Wurzeln) ist selber ein klar bekennender Atheist, der es schafft, Inhalte der religiösen Lehren in einer positiven Form für “Nichtgläubige” schmackhaft zu machen.

Sein Ansatz ist jener, dass die Religionen keineswegs in sich komplette, einzigartige Weisheiten vereinen.  Vielmehr beinhalten sie Wissen, Moral und Ethik aus jener Zeit, welche in Form von Geschichten in ein umfassendes System gebracht wurden, welches für jedermann einfach verständlich ist. So wurden traditionelle Feste, wie die Wintersonnenwende (Weihnachten) oder moralische Grundsätze aus der Zeit des antiken Griechenlands (10. Gebote) nicht etwa “erfunden”, sondern lediglich in einen verständlichen Kontext gebracht. Dazu kam dann die Mär von Gut und Böse, Himmel und Hölle, Gott und Teufel oder eben Gläubige und Ungläubige.

Genauso, wie die Autoren dieser Schriften also einzelne Weisheiten in ihr Werk aufnahmen, rät nun Botton auch “Nichtgläubigen” in selber Weise mit den Religionen umzugehen. Nur weil der Rahmen des Gebildes nicht mit dem säkularen Verständnis eines rational denkenden Agnostiker übereinstimmt, heisst das nicht, dass dieser gleich den gesamten Inhalt ablehnen sollte.

Mir hat dieser Ansatz ein Stück weit Erklärung gebracht und ich freue mich schon, bald mit meinem Vater darüber zu diskutieren!

Das Buch kann ich auf jeden Fall jedem bestens empfehlen!

Infernorennen 2012

Mit etwas Verspätung folgt hier noch meine persönliche Berichterstattung der Infernorennen, Ausgabe 2012.

Traditionsgemäss war ich wieder als Mitglied des Blüemeler Teams am Start. Aufgrund des sommerlichen Übermuts, der zur Anmeldung zur Kombination führte, musste ich in den sauren Apfel beissen und mit “Jufli-Spriisse” bewaffnet auch die Langlaufkurs-Tortur über mich ergehen lassen.

Auch wenn ich von meiner Eislauf-Skating-Technik sicher etwas profitieren konnte, musste ich einmal mehr feststellen, dass dies sicher nicht mein Sport ist! Das Schönste war dann noch, dass die Herren von Datasport so grosszügig waren, mir 10 Minuten zusätzlich zu meiner ohnehin unendlich gefühlten Laufzeit dazu zu schenkten. Die Herren waren dann aber so freundlich und haben den Fehler erkannt und mit etwas Kopfrechen (…!) korrigiert ;-)

Sollte ich mir diese Qual im nächsten Jahr wieder antun, so werde ich mindestens eine etwas bessere Startnummer haben, wodurch die lebenden Hindernisse und damit die Anzahl Stürze etwas geringer ausfallen dürften.

Der Riesenslalom am Dienstag kam dann fast auf’s Selbe hinaus. Mit Startnummer 332 überragte meine Körpergrösse die Höhe der Spurgräben, welche die Vorfahrer hinterlassen hatten nur noch knapp. Ich glaube nicht, dass ich auf einer Achterbahn je so durchgeschüttelt wurde, wie auf diesem RS-Kurs. Trotzdem war es lustig, nach so vielen Jahren wieder einmal RS zu fahren. Wer weiss, vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine etwas bessere Startnummer.

Diese gute Startnummer hätte ich eigentlich mit #84 in der abschliessenden Abfahrt gehabt. Leider war dies aber in diesem Jahr ganz und gar kein Vorteil. Die Skis wollten und wollten auf der weichen und nassen Piste auf kein Tempo kommen. Da half auch mein taktischer Schachzug nicht, aufgrund des tiefergelegten Starts (Almihubel) und der dadurch stärker ins Gewicht fallenden Laufstrecken, mit RS Skis anstelle des 2.16 langen DH Latten an den Start zu gehen.

Viel besser lief es da den (normalerweise bemitleidenswerten) Teilnehmern mit Startnummern > #1600. Neben dem Sieger aus Basel (…!!!) schafften es auch Vivian und Zanni aus der Blüemeler Equipe “in die Kränze” und werden dadurch im kommenden Jahr sicher eine gute Startnummer erhalten.

Die Kombinationsrangliste findest du hier.

Bildmaterial gab’s leider kein atemberaubendes in diesem Jahr. Deshalb poste ich hier noch einmal meine Videofahrt aus dem Jahr 2010, als es bei schönstem Wetter vom Schilthorn aus los ging…

Man beachte den leichten Unterbiss :D

 

P.S. Ein grossen Dankeschön an Luki Karlen, der mir liebenswürdigerweise seinen Hammer RS Ski zur Verfügung gestellt hat. Diese 193cm lange Waffe ist genial und ist für meine Körpergrösse eigentlich schon fast ein Super-G!

Eisschnelllauf Schweizermeisterschaften

Nach der Absage aufgrund des extremen Schnees vom Wochenende, konnten wir vom 14.-15. Januar nun in Davos doch noch Eisschnelllauf Rennen durchführen und Schweizermeistertitel vergeben.

Christian Oberbichler und Martin Hänggi, SM2012

Bild: Phil Dänzer

Bei perfekten Bedingungen (Bilder folgen), liefen die besten Junioren und EliteathletInnen der Schweiz, sowie Masters aus der Schweiz, Holland und Kanada (!) und zeigten damit, dass der Sport in der Schweiz noch lebt.

Podium_w: Vera Günter und Katja Lutz, SM2012

Bild: Phil Dänzer

Seriensiegerin war bei den Damen Katja Lutz, die sowohl den Sprint-Vierkampf wie auch die Einzeldistanz-Wertungen über 500m, 1000m und 1500m für sich entschied. Bei den Herren setzte sich im Sprintvierkampf, sowie über 500m und 1000m Christian Oberlichter jeweils vor dem Mehrfachen-Schweizermeister Martin Hänggi durch. Letzterer gewann seinerseits die 1500m und das 5000m Rennen.

Podium_m: Christian Oberbichler und Martin Hänggi, SM2012

Bild: Phil Dänzer

Die beiden Spitzenläufer Kaitlyn McGregor und Roger Schneider nahmen nicht an den Schweizermeisterschaften teil. Kaitlyn ist verletzt und Roger weilt zur Vorbereitung der zweiten Saisonhälfte in den USA. >>>Protokoll SL SM 2012

 

Bilder: Phil Dänzer

Bim Coiffeur

Beim Update des iPads meines Vaters habe ich versuchshalber einen FaceTime Anruf auf mein iPhone gemacht. Wenn man die Kameras so wählt, dass sie in Gegenrichtung aufnehmen, ergibt sich ein verblüffendes Bild…

iOS Spiegel

Dabei kam mir doch gleich das Mani Matter-Liedli in den Sinn:

“Bim Coiffeur bin i gsässe vor em Spiegel, luege dry
und gseh dert drinn e Spiegel wo ar Wand isch vis-à-vis
und dert drin wider spieglet sech dr Spiegel da vor mir
und i däm Spiegel widerum dr Spiegel hindefür
und so geng wyter, s’isch gsy win e länge Korridor
i däm my Chopf gwüss hundertfach vo hinden und vo vor
isch ufgreit gsy i eier Kolonne, z’hinderscht isch dr Chopf
i ha ne nümme gchennt, so chly gsy win e Gufechnopf…!”

Bin wohl aber nicht der Einzige, der diese Idee schon hatte. Zieht euch diese Halloween-Verkleidung rein ;-)