Trigger Happy Remote

Auf dem Project-Founding-Portal KickStarter habe ich ein neues Gadget entdeckt, dass meiner Ansicht nach grosses Potential hat.

3 Obernerds (vgl. Bild unten) haben eine iOS App entwickelt, die mit einem Klinken-Kabel das iPhone zur Remote beinahe aller gängigen Spiegelreflex- und sogar einiger Kompaktkameras werden lässt. Mit der App kann man nicht nur Einzel- oder Serienfotos auslösen, sondern ganze Timelaps programmieren und sogar die Öffnungszeit der Linse steuern. Die Jungs haben bereits mehr als zwei Mal die benötigte Investitionssumme ($ 25’000.-) zusammen, um in Produktion zu gehen – obwohl das Projekt noch über 40 Tage auf der Plattform sein wird. Für $ 50.- kann man sich Kabel und App zum Vorzugspreis sichern.

Schneller als Lichtgeschwindigkeit

Vor einem halben Jahr haben die Jungs vom CERN (Centre Européenne pour la Recherche Nucléaire) verlauten lassen, dass sie Neutrinos (das sind mikroskopisch kleine Elementarteilchen) schneller als mit Lichtgeschwindigkeit nach Italien geschickt haben. Da sie damit Einsteins Relativitätstheorie auf den Kopf gestellt hätten, baten sie die ganze Forschergemeinde um Hilfe, um die Sache zu falsifizieren.

Seit ca. einem Monat scheint klar zu sein, dass diese schlauesten Köpfe der Erde wohl einen Fehler im Versuchsaufbau gemacht haben. Was genau falsch gelaufen ist, habe ich bis heute nicht rausgekriegt – es wurden verschiedene Möglichkeiten genannten, wie z.B. eine schlechte Steckverbindung eines Datenkabels…!

Wie auch immer, das Video von Minutephysics finde ich klasse! Diese Jungs schaffen es immer wieder, komplexeste physische Phänomene für Dummies wie mich in kürzester Zeit verständlich zu erklären.

Wer von euch kann zum Beispiel mit Einsteins spezieller Relativitätstheorie etwas anfangen…?

Freeride Skicross

Nachdem der Ex-Skiworldcup Star Daron Rahlves im Skicross nicht in die erwünschten olympischen Kränze kam (Schmid Mike sei dank!), hat er scheinbar eine neue Disziplin gefunden, die er nun mit RedBull vermarktet: “Big Mountain Skicross”.

So geil das Ganze ausschaut – “i wot oooo…!!!” – so wenig neu kommt es mir vor.

Gab’s nicht früher ein solcher Contest an der Birg (Schilthorn)? Wie auch immer. Nachdem ich ja bereits an der Speedfly SM in Meiringen Lust hatte, beim Finaldurchgang auf die Schirme zu verzichten und den gezeichneten Off-Piste Run “nur” mit Skis durchzuführen, wäre ich jetzt definitiv dafür, einen derartigen Event im Berner Oberland durchzuführen.

Vorschlag: Freeride Inferno-Rennen

Wir könnten doch ein zusätzliches Infernorennen veranstalten. Ganz simpel; einen Tag nachdem im Januar der erste fette Powder fällt, trifft man sich in Stechelberg auf der 1. Gondel. Auf dem Schilthorn geht’s los, ganz wie es die Engländer 1928 vorgemacht haben:

- Massenstart auf dem Schilthorn

- keine vorgegebene Strecke, keine Tore

- Das Ziel ist im Restaurant, beim Bahnhof Lauterbrunnen

Was meint ihr?

Fussstart Saisoneröffnung am Harder

Da ich nach mehreren Wochen Skischule und wegen den frühlingshaften Temperaturen keine wirkliche Lust mehr hatte zum Skifahren, habe ich gestern meine Fussstartsaison am Harder eröffnet.

Im letzten Jahr lief ich wegen des frühen Winterendes bereits im Februar im Februar in Shorts auf den Berg. Im Vergleich dazu hat es zwar in diesem Jahr deutlich weniger Schnee, was das Laufen stark erleichtert – dafür habe ich das fehlende Training deutlich gespürt, brauchte ich doch über 10′ länger bis zum Startplatz als im vergangenen Jahr.

Dies könnte aber auch auf das fehlen eines Kameramanns zurückzuführen sein, denn ich musste zwangsläufig für jede Aufnahme einen Abschnitt zwei Mal laufen, damit Kamera und “Objekt” am richtigen Platz waren ;-)

Der Flug war nicht atemberaubend – wegen des starken und wechselnden Windes sogar an der Spassgrenze. Trotzdem war es ein schönes Gefühl, endlich wiedermal ohne schwere Skiausrüstung am Schirm zu hängen und frei wie ein Vogel die dritte Dimension zu geniessen.

Ich freue mich auf eine gute Fussstartsaison und hoffe, dass sich der Eine oder Andere findet, um die Filmerei etwas einfacher zu gestalten :D

Skicross: tödlicher Unfall an First

 

Es hat mich hart getroffen, als ich heute vom tödlichen Unfall beim Skicross WC an der First erfahren habe.

Nick Zoricic, ein 29 jährige Kanadier aus Toronto flog beim Zielsprung zu weit nach rechts, neben dem aufblasbaren Zielgate vorbei, direkt ins B-Netz und blieb regungslos liegen.

Ich denke, dass ihr wohl alle das Video auf youtube gesehen habt und verzichte aus Pietätsgründen darauf, es hie einzubetten.

Ich kannte den Skifahrer nicht persönlich, er scheint aber seit mehreren Jahren vorne im Skicrosszirkus mitzufahren, war aktuell 15. im WC-Gesamtranking und Mitte Januar auf dem Podest beim WC in Contamines (Frankreich). Bei den Olympischen Spielen von Vancouver wurde er Achter.

Unschlagbar ist wieder einmal der Blick, der in der Onlineausgabe bereits die Diagnose Genickbruch nennt, bevor der Verstorbene überhaupt obduziert wurde. Bekannt ist bisher nur das Schädelhirntrauma, welches als Todesursache herangezogen wird.

Als Sportler war mein erster Gedanke: “Fahrfehler!”. Wie kann es sein, dass man bei einem Sprung, welchen man schon mehrfach befahren ist (Trainings, Timetrials etc.) sich so extrem verschätzen und neben dem Ziel vorbeibringen. Klar, er lag an dritter Stelle und wollte sich unbedingt im Sprung an die zweite, Qualifikanten-Position vorschieben und auf dem Video sieht man die Sprunganfahrt nicht.

Im Internet überwerfen sich in diversen Blogs nun schon die Schimpftiraden über die Organisatoren, welche zu wenig Sturzraum geschaffen hätten. Ich bin sicher, dass sie von der FIS abgeklärt wird und will deshalb sicher nicht vorschnell urteilen.

Schlussendlich wissen wir aber alle, dass Sportarten wie Skicross, aber auch Freeriden, Speedflyen etc. Risikosportarten mit hohen Tempi sind, bei denen sich die Athleten an ihren Grenzen bewegen. Beim Skicross verschärft der direkte Kampf Mann-gegen-Mann die Sache natürlich – es ist ein Kontaktsport.

In den Medien werden solche Sportarten meist grosszügig beiseite gelassen. Wenn es dann aber einen Unfall gibt, häufen sich die Berichte von Journalisten, welche vom Sport keine Ahnung haben und aus reiner Sensationslust heraus mit Vermutungen und Übertreibungen hantieren.