SF Ski Experte

Über den Unterhaltungswert von Damen Skirennen lässt sich ja streiten. Wenn, wie in dieser Saison das halbe Schweizer Team rekonvaleszent ist, gleicht der Spannungsbogen nach den Fahrten von Lindsay Vonn einer Achterbahn Talfahrt.
Neben der fehlenden Attraktivität und Spannung sorgen aber vor allem die Kommentare des SF “Experten” dafür, dass ich nach wenigen Minuten die Mute-Taste drücken muss, um nicht komplett durchzudrehen. Es leuchtet mir ja ein, dass unser Staatsfernsehen nach Russi-National -”dä chat das!” – auch für die Damenrennen einen fachkompetenten Schnurri sucht. Es ist mir aber ein Rätsel, wie der ehemaliger Toptrainer Michi Bont derart diletantische und falsche Einschätzungen über den Äther lassen kann. Klar ist ein Skitrainer kein ausgebildeter Moderator. Aber nachdem wir den Typen nun bereits 3 Jahren mit Steuer- und Gebührengelder finanzieren, dürfte mann meines Erachtens schon erwarten, dass er einmal einen Deutsch- und Rhetorikschnellkurs besucht, um seine falschen Prognosen und fraglichen Analysen mindestens in verständlichen, ganzen Sätzen rüber zu bringen.

Mit Marco “Büxi” Büchel wäre ein super Experte verfügbar, der nun seine unterhaltenden und treffenden Kommentare der deutschen Konkurrenz zur Verfügung stellt.

Ich rechne aber nicht damit, dass wir vom SF bald eine Umbesetzung erwarten dürfen. Roger de Weck wird sich als elitäres SF-Oberhaubt wohl nie eine Damen Skirennenübertragung antun, um die gravierenden Missstände zu erkennen, sondern kümmert sich lieber darum sozialistische Europaturbos für die sonntäglichen Sternstunden zu engagieren.

Speedfly SM, Meiringen-Hasliberg

Am Wochenende haben wir zum 2. Mal nach 2009 die Speedfly Schweizermeisterschaften im Gebiet Meinigen-Hasliberg organisiert.

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Alle Bilder von Mike Kaufmann.

weitere (Action-)Bilder und ein Video folgen…!

Wegen der Lawinengefahr “mussten” wir vom Glogghüüs auf die Strecke Planplatten-Gummen ausweichen. Der eigentliche “Ersatzhang” entpuppte sich aber als mindestens ebenbürtige Lösung – auf dem abwechslungsreichen, coupierten Gelände haben wir einen sehr anspruchsvollen Parcours gesteckt.

Aufgrund des neuen Reglements gab es keine Zeitmali mehr. Das heisst nur mit 5 fehlerfreien Runs hatten die Teilnehmer die Möglichkeit ganz an der Tabellenspitze mitzumischen. Dadurch trennte sich schnell die Spreu vom Weizen und nur gerade die Top-5 schafften es ohne Fehlerpunkt zu bleiben. Die Rangliste könnt ihr hier einsehen.

Nicht ganz unerwartet gehörten die Wicki-Brothers dazu – Domi setzte sich als neuer Schweizermeister vor Flöru, dahinter folgte unser Walliser-Import Martin “Affen” Pfaffen. Zwei Favoriten (Tim Bollinger und Gäel Sahli) vielen wegen Fehlern dem neuen System zum Opfer und klassierten sich in den hinteren Plätzen.

Genial war erneut der Support der Bergbahnen Meinigen-Hasliberg und dessen SOS-Team, welches uns fast jeden Wunsch erfüllte. In der momentan wirtschaftliche kritischen Situation ist diese Art von Unterstützung keineswegs selbstverständlich und wurde vom gesamten OK sehr geschätzt! Ich hoffe Natürlich, dass die Gelma-Wenger-Fraktion dar Ruder rumreissen kann und die Bahnen nicht nur weiterleben können, sondern es auch bald wieder zu einem Speedfly-Event kommt.

Als Sponsor traten neben Swing die Brillenmarke XRay und die Skimarke Core auf, deren Freerideski mich beim testen sehr positiv beeindruckte!

Buchtip: Religion for Atheists

20120220-231449.jpgEs ist kein grosses Geheimnis, dass ich religiösen Schriften keinen höheren Stellenwert zuordnen kann als Märchen. Mein rationales Denken verunmöglicht es mir schlicht, wissenschaftlich widerlegte Tatsachen als unbestreitbar (oder eben gottgegeben) zu akzeptieren. Deshalb gefiel mir Marx’ Definition: “Religion ist Opium für das Volk” immer recht gut, da sie auf den Punkt bringt, dass die Religion die einfachste und verständlichste Welterklärung darstellt.

Nun stammt diese Definition aber aus dem 19. Jahrhundert, einer Zeit in der das allgemeine Bildungsniveau sicher deutlich tiefer lag als heute. Seit vielen Jahren suche ich deshalb nach einer Erklärung, wieso sich in der heutigen Zeit so viele, auch bestgebildete Menschen als Religiös bezeichnen, obwohl ihr rationales Wissen einen Grossteil des Inhalts der heiligen Schriften widerlegt.

Ein solches Beispiel ist mein Vater, ein Akademiker mit grossem Allgemeinwissen, der in einer religiösen Familie aufgewachsen ist und sich heute noch als bekennenden Christ bezeichnet. Auch nach unendlichen Diskussionen konnte er mir nie erklären, wie er diesen Spagat zwischen Wissenschaft und Religion bewerkstelligt – ich hatte immer das Gefühl, es müsse wohl ein Gen sein, welches dieses Gottesverständnis enthält, jedoch nicht an mich weitervererbt wurde.

Aufgrund eines Artikels in der Weltwoche, habe ich mir das Buch “religions for atheists” von Alain de Botten geladen und in den letzten drei Tagen während dem Skischulunterricht auf dem Lift und in den Pausen verschlungen.

Der brittische Autor (übrigens mit Schweizer Wurzeln) ist selber ein klar bekennender Atheist, der es schafft, Inhalte der religiösen Lehren in einer positiven Form für “Nichtgläubige” schmackhaft zu machen.

Sein Ansatz ist jener, dass die Religionen keineswegs in sich komplette, einzigartige Weisheiten vereinen.  Vielmehr beinhalten sie Wissen, Moral und Ethik aus jener Zeit, welche in Form von Geschichten in ein umfassendes System gebracht wurden, welches für jedermann einfach verständlich ist. So wurden traditionelle Feste, wie die Wintersonnenwende (Weihnachten) oder moralische Grundsätze aus der Zeit des antiken Griechenlands (10. Gebote) nicht etwa “erfunden”, sondern lediglich in einen verständlichen Kontext gebracht. Dazu kam dann die Mär von Gut und Böse, Himmel und Hölle, Gott und Teufel oder eben Gläubige und Ungläubige.

Genauso, wie die Autoren dieser Schriften also einzelne Weisheiten in ihr Werk aufnahmen, rät nun Botton auch “Nichtgläubigen” in selber Weise mit den Religionen umzugehen. Nur weil der Rahmen des Gebildes nicht mit dem säkularen Verständnis eines rational denkenden Agnostiker übereinstimmt, heisst das nicht, dass dieser gleich den gesamten Inhalt ablehnen sollte.

Mir hat dieser Ansatz ein Stück weit Erklärung gebracht und ich freue mich schon, bald mit meinem Vater darüber zu diskutieren!

Das Buch kann ich auf jeden Fall jedem bestens empfehlen!

Cobook – das verbesserte Adressbuch

Ich weiss nicht wie ihr das seht, aber das Adressbuch von Apple hat mich noch nie wirklich befriedigt. Es macht einfach keinen Sinn, nur für die Kontakte eine eigene App öffnen zu müssen. Und mit dem “Leder-Fimmel”, den Apple ja neuerdings hat, wurde die App nun auch noch wirklich hässlich.

Gute Nachricht. Cobook ist eine kostenlose App, welche mit den Daten des “Adressbuchs” arbeitet, das ganze jedoch auf simple Art und Weise in die Taskleiste integriert und damit schnell und unkompliziert zugänglich macht.

Zudem bietet Cobook die Möglichkeit, die Kontakte die persönlichen Kontakte auf Facebook, Twitter und LinkedIn mit den Adressbucheinträgen zu synchronisieren, um zusätzliche Informationen einzubeziehen. Den selben Dienst leistet übrigens auch SmartR, eine App, welche im Browser oder auf den iOS Gadgets läuft. Leider erfolgt dabei aber keine “Rück-Sync” mit den Adressbuchdaten, was zu einem Problem führt, wenn jene Basisdaten zwischen den Geräten über iCloud synchronisiert werden. Deshalb ist für mich Cobook hier der klare Gewinner.

Hier ein kleiner Clip von Cobook.

Cobook steht GRATIS in einer Beta-Version zum Download bereit!

OS X Mountain Lion Vorschau

Apple hat einen ersten Einblick in das neue Betriebssystem gewährt, welches nächsten Sommer auf den Markt kommen soll. Wie erwartet wird damit ein Zusammenschluss der Desktop OS mit der iOS (für iPhone, iPad etc.) erfolgen, welcher ja durch iCloud bereits aufgegleist wurde. Dies zeigt Apple schon deutlich damit, dass sie den Namen “Mac” gestrichen und das neue Betriebssystem lediglich als “OS X” präsentieren.

Die wichtigsten Features des neuen Betriebssystems haben die Jungs von “cult of mac” perfekt in einem 2-Minütigen Clip zusammengefasst…

Eine der wichtigsten Neuerungen aus meiner Sicht ist, das wir nun ENDLICH iMessages auch vom Mac aus versenden können. Und es kommt noch besser, Apple stellt allen Lion Usern eine Beta-Version dieses Dienstes gratis zur Verfügung, welche ihr hier runterlasen könnt.